Samstag , 21 Oktober 2017
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wordpress (sidebar) widgets

Die unterschiedlichsten Seitenelemente lassen sich bei WordPress mit wenigen Klicks im Administrationsbereich konfigurieren. Dazu zählen auch Widgets, die in den sogenannten Sidebars platziert werden können. Die Anzahl der Sidebars unterscheidet sich ebenso wie die verfügbaren Standardwidgets mit dem eingesetzten Theme – der Vorlage für das Erscheinungsbild. Eine Erweiterung ist bei den Sidebars mit Programmierkenntnissen, hinsichtlich Funktionsumfang und Widgets durch nachträgliche Installation möglich. Starten Sie mit WordPress und sind auf der Suche nach einem Theme, bietet es sich an, nicht nur nach optischen Aspekten zu entscheiden, sondern auch gleich die Anzahl der Sidebars und sofort einsetzbarer Widgets zu berücksichtigen. So können Sie die wichtigsten Funktionen und Seitenelemente ohne zusätzlichen Aufwand nutzen.

Was sind eigentlich Widgets in WordPress?

Bei Widgets handelt es sich um Inhaltsblöcke oder Tools, die seit der Version 2.3 ein fester Bestandteil des beliebten CMS sind. Im Menüpunkt „Design“ des Administrationsbereichs sind die verfügbaren Möglichkeiten aufgelistet und können bei Bedarf in eine der Sidebars des Themes gezogen werden, um sie auf der Seite anzuzeigen. Sofern es Konfigurationsmöglichkeiten gibt, ist auch dies über den Administrationsbereich möglich. So legen Sie zum Beispiel fest, wie viele der neuesten Beiträge angezeigt werden sollen, in welcher Form die Kategorien dargestellt werden oder ob und wie ein Beitragsarchiv eingebunden wird.

Gängige Standardwidgets

Zahlreiche moderne Themes, wie sie beispielsweise unter Themeforest für unterschiedliche WordPressversionen heruntergeladen können, bringen von Haus aus widgetfähige Sidebars mit und stellen auch eine Auswahl an Elementen zur Verfügung, die dort nach Belieben platziert werden können. Einige zählen quasi zum „Must-have“ eines Blogbetreibers und sind daher in der Regel standardmäßig integriert.

Eine gut strukturierte Internetseite kommt kaum ohne Kategorien aus, um die Inhalte thematisch einzusortieren und dem Besucher eine übersichtliche Menüführung zu bieten, in der er sich schnell zurechtfindet. Zum Standard zählt daher ein Widget zur Auflistung der Kategorien. Sind statische Seiten wie das Impressum oder andere Informationen vorhanden, können auch diese als Widget in der Sidebar gelistet werden.

Ein Blog lebt von seinen Beiträgen und regelmäßige Besucher möchten natürlich auf Anhieb erfahren, was es Neues gibt. Das wird über die Anzeige der neuesten Beiträge möglich, wobei Sie die Anzahl in der Regel vorgeben können. Oder sollen es lieber die meist gelesenen Beiträge sein? Auch dafür gibt es eine Option. Ebenso verhält es sich mit Kommentaren: In der Sidebar können Sie die letzten Kommentare in beliebiger Anzahl anzeigen lassen. So sehen Besucher, zu welchen Beiträgen sich andere geäußert haben.

Für ältere Beiträge gibt es in WordPress ein Archiv. Der Anzeige dienen in der Standardausführung zwei Widgets – eines zeigt einen Kalender an, ein anderes listet die vergangenen Monate auf. Nach Klick auf einen Tag oder einen Monat werden alle Beiträge angezeigt, die im angegebenen Zeitraum veröffentlicht wurden. Eine Suchfunktion darf in einem Blog mit vielen Texten ebenfalls nicht fehlen und ist in den meisten Themes als Widget bereits als Eingabefeld integriert. Damit finden Ihre Besucher nach Eingabe eines Stichwortes schnell die gewünschten Inhalte.

Möchten Sie unabhängig von Kategorien und Archiv auf verschiedene Themen aufmerksam machen, können Sie zu jedem verfassten Beitrag relevante Schlagwörter definieren. Werden diese per Widget als Wortwolke in der Sidebar angezeigt, kann der Besucher ein Schlagwort seines Interesses anklicken. Anschließend erhält er eine Übersicht mit den entsprechenden Beiträgen.

Findet Ihr Blog Interessenten, möchten diese eventuell über neue Inhalte informiert werden, ohne täglich Ihre Seite zu besuchen. Über Widgets kommen sie in den Genuss dieses Services. Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten: Um per E-Mail informiert zu werden, gibt der Interessent seine E-Mail-Adresse ein und erhält nach Bestätigung seines Abonnements jedesmal eine Nachricht, wenn Sie einen neuen Beitrag verfasst haben. Daneben können Widgets zum Folgen per RSS sowohl für Ihre Beiträge als auch für Kommentare eingebunden werden.

Welchen Anklang findet Ihr Blog eigentlich? Zeigen Sie es Ihren Besuchern mit einem Counter. Um Ihren Blog bekannter zu machen und so für ansehnliche Statistikzahlen zu sorgen, darf natürlich die Anbindung an soziale Netzwerke nicht fehlen. Wer vorausschauend ein Theme programmiert, denkt auch daran, ein entsprechendes Widget einzubauen. So können Sie selbst, aber auch Ihre Besucher, den Blog bei Facebook, Twitter, Google+ und anderen viel genutzten Plattformen teilen.

Wer sich eigentlich hinter dem Blog verbirgt, können Sie selbstverständlich in einer gesonderten Seite erläutern. Über ein Widget ist es aber auch möglich, Informationen zur Person gleich in der Sidebar anzuzeigen. Das kann über die Einbindung Ihres Gravatar-Profils erfolgen, falls vorhanden, oder aber indem Sie manuell direkt im Administrationsbereich persönliche Informationen oder Kontaktdaten angeben.

Neben fest definierten wie den geschilderten Inhalten und Funktionen sollte selbstverständlich auch etwas Flexibilität gewährleistet sein. Themes berücksichtigen dies häufig, indem sie jeweils Widgets zum Einfügen eines Bildes, eines Textes oder eines HTML-Codes zur Verfügung stellen. So haben Sie die Möglichkeit, einen Leitspruch oder ein Zitat in der Sidebar zu platzieren, ein Foto oder eine Grafik zu zeigen oder mittels HTML-Code einen beliebigen anderen Inhalt einzubinden.

Viele Blogbetreiber vernetzen sich mit anderen Blogs oder möchten relevante Internetseiten verlinken. Auch dafür bieten zahlreiche Themes eine Lösung, indem Sie die gewünschten Links per Widget festlegen können. Eine andere Möglichkeit, auf externe Inhalte aufmerksam zu machen, ist die Definition eines RSS- oder Atomfeeds, dessen aktuelle Einträge auf der eigenen Sidebar erscheinen.

Was meist vorhanden und von Blogbetreibern geschätzt wird, ist das Meta-Widget mit Loginbereich, RSS und Link zum Administrationsbereich. Das ist vor allem sinnvoll, wenn Sie mit einem Klick von der Blogseite auf die Administrationsseite wechseln möchten oder mehrere Benutzer den Blog nutzen beziehungsweise Sie bestimmte Inhalte nur registrierten und eingeloggten Nutzern zur Verfügung stellen möchten.

Individuelle Verfügbarkeit weiterer Widgets

Welche Möglichkeiten ein Theme von Haus aus mitbringt, hängt immer vom jeweiligen Programmierer, aber auch vom angedachten Einsatzbereich ab. Ein kommerzielles Theme für ein Unternehmen im eCommerce ist anders konzipiert als das für einen privaten Blogger oder einen selbstständigen Fotografen. Entsprechend unterscheiden sich nicht nur die Layouts und die vorhandenen Sidebars, sondern auch die dort platzierbaren Inhalte: Hier sollen es unternehmensrelevante Informationen oder ein Google-Maps-Widget zur Anzeige des Standorts sein, dort genügen die beliebtesten Standardwidgets, bei einem Fotografen gilt das Hauptaugenmerk hingegen seinen Aufnahmen und möglicherweise der verwendeten Ausrüstung.

Daneben legen sowohl Programmierer als auch Blogbetreiber Wert auf unterschiedliche Schwerpunkte. Soll der Blog auch dem Erzielen eines Nebeneinkommens dienen, bieten sich Plug-ins für Affiliateprogramme an, so dass Produkte oder Dienstleistungen über ein Widget in der Sidebar beworben werden können. Geht es vorwiegend um die soziale Vernetzung, wählen Sie ein Theme, welches die direkte Anbindung an Ihr Facebook- oder Twitterprofil ermöglicht – zum Beispiel, indem die letzten Tweets in der Sidebar erscheinen. Social Count Plus hingegen ermöglicht die Anzeige von Detailinforationen zu den Profilen in unterschiedlichen Netzwerken, wobei diese frei gewählt werden können.

Entsprechende Erweiterungen sind alternativ jederzeit auch nachträglich installierbar, wenn sie im Theme nicht vorgesehen sind. Sie müssen nur die Kompatibilität mit Ihrer WordPressversion sicherstellen. Recht umfangreiche Möglichkeiten bietet zum Beispiel Jetpack. Hier sind einige Standardwidgets integriert, aber auch solche zur Anbindung an verschiedene soziale Netzwerke oder die Möglichkeit, Beiträge aus einem anderen WordPress-Blog anzuzeigen. Weitere beliebte Inhaltsboxen drehen sich um Events, Umfragen, Youtube-Channels und vieles mehr. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.

Damit es übersichtlich bleibt, ist es wenig sinnvoll, alle möglichen Inhalte in einer einzigen Sidebar unterzubringen. Einige Vorabüberlegungen, was den Besuchern geboten werden soll, sind daher angebracht. Auf Basis dessen können Sie ein Theme mit einer passenden Anzahl widgetfähiger Sidebars und entsprechenden Optionen auswählen. So sorgen Sie von Anfang an für eine übersichtliche Struktur und können anschließend eventuell gewünschte Erweiterungen nachinstallieren und einbinden, ohne selbst den Überblick zu verlieren. Vor allem aber finden sich auch Ihre Besucher gut auf dem Blog zurecht und wissen den gebotenen Mehrwert sicher zu schätzen.

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