Weitere Klassifizierungen von Malware

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Es gibt die verschiedensten Arten von Malware, alle mit verschiedenen Funktionsweisen und Zielen. Dabei ist so mancher Schaden nur nervig – andere dagegen können ernsthafte, finanzielle Folgen nach sich ziehen. Nicht selten hat Malware auch mehrere Funktionen oder Möglichkeiten, Zugang zum eigenen Computer zu finden. Ein Ziel aber hat jede Malware: Sie schaden dem Nutzer.

Adware – Anstrengend und lästig

Adware, oft auch Bloatware genannt werden im Hintergrund auf dem PC installiert und leiten den Nutzer auf Werbeseiten weiter. Oft ist sie auch für lästige Pop-ups verantwortlich und Werbung, die sich ständig und ungefragt öffnet. Zu Bloatware gehören auch Programme oder Anwendungen, die zusammen mit eigentlich erwünschter Software installiert wird. Generell gehört Adware zu den harmloseren Bedrohungen im Internet, allerdings können die unerwünschten Werbeseiten auf weitere, unsichere Seiten weiterleiten, die dann schlimmere Malware installiert. Deshalb sollte auch Adware sofort nach Erkennen deinstalliert werden. Die Installation von Bloatware kann man selbst verhindern, indem man bei dem Einrichten von neuer Software immer darauf achtet, kein Zusatzprogramm zu installieren.

Keylogger – jeder Tastaturanschlag wird aufgezeichnet

Keylogging hat seinen Ursprung eigentlich in der legitimen Überwachung im IT-Bereich. Dort wird es entweder als Software oder als Hardware installiert und zeichnet jeden Tastaturanschlag zuverlässig auf. Im Malware-Bereich tritt ein Keylogger immer als Software auf, welche sich unerkannt im Hintergrund installiert und dann jede Eingabe über die Tastatur erfasst. Diese Eingaben werden dann an den „Sender“ der Malware weitergeleitet und hier befindet sich die Gefahr: Jedes eingegebene Kennwort Finanzdaten, Kreditkartennummern und PINs befinden sich nun in den Händen des Senders. Es ist ein leichtes für ihn, das E-Mail Account, Online-Banking oder andere vertrauliche Daten für kriminelle Zwecken zu nutzen. Keylogger gehören zu der gefährlichsten Malware, da sie potentiell einen großen Schaden anrichten kann und außerdem unter Umständen schwer zu entdecken ist. Sie kann sich als ganz normale Datei tarnen, sich womöglich neu und selbstständig installieren und verursacht nur selten Probleme mit dem PC, wie Ruckler oder ein langsames System.

Scareware

Scareware versucht, wie der Name schon sagt, dem Nutzer Angst oder einen Schrecken einzujagen. Dies geschieht durch ein plötzlich erscheinendes Pop-up oder Werbefenster, welches ein angebliches PC-Problem berichtet. Diese Warnhinweise reichen von einer angeblichen Infizierung mit einem Virus bis zu Problemen mit dem Betriebssystem oder fehlenden, wichtigen Programmkomponenten. Dem Benutzer soll mit dieser Warnung soviel Angst gemacht werden, dass er entweder eine Software zur angeblichen Behebung des Problems erwirbt oder ein hilfreiches Programm herunterlädt. Diese Software enthält dann oft Malware, beim Kauf einer Software geben Nutzer oft sensible Daten von sich preis. Scareware kann entweder durch Pop-ups, Seiten oder auch über E-Mail Spam verbreitet werden.

Spyware

Spyware, spioniert den eigenen Computer so aus, dass der Betrüger verschiedene Möglichkeiten hat, diesen dann für kriminelle Zwecke zu nutzen. So kann Spyware sich als Browserleiste tarnen oder die Startseite des Nutzers verändern. Diese dienen dann dazu, das Verhalten des Benutzers im WorldWideWeb aufzuzeichnen und zu analysieren. Manchmal kann Spyware bestimmte Funktionen des Computers lahmlegen, zum Beispiel Administratorrechte entziehen oder Sicherheitslücken im eigenen System erstellen, die dann als Schleuse für weitere Malware dient.

Phishing

Phishing bezeichnet das „Abfischen“ von sensiblen Daten, wie Bankdaten oder Kreditkartendaten. Das gefährliche am Phishing ist, dass der eigene Computer nicht infiziert sein muss – der Benutzer lässt unter Umständen nur nicht genug Aufmerksamkeit walten. Phishing leitet den Benutzer auf eine falsche Seite, wo dieser dann nichtsahnend seine Daten eingibt. Dies können Passwörter sein oder Finanzdaten. Phishing geht meist vom eigenen E-Mail Account aus. Der Benutzer erhält eine gefälschte Mail von einem bekannten Unternehmen oder seiner Bank, mit der Aufforderung, sich neu anzumelden oder bestimmte Daten zu bestätigen. Beim Klick auf den Link wird auf eine gefälschte Seite umgeleitet und bei Eingabe der Daten gibt man diese an die Betrüger weiter.

Ransomware

Ransom, zu Deutsch das Lösegeld, fordert den Benutzer nach einer Infektion des Computers auf, ein „Lösegeld“ zu zahlen, damit der eigene PC wieder funktioniert. Dabei „sperren“ die Betrüger den Computer mit Malware, lassen dann einen großen Warnhinweis aufpoppen und fordern zur Zahlung von einer bestimmten Summe auf, damit der Computer wieder funktioniert.

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