Samstag , 25 März 2017
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VMware vSphere Virtualisierungssoftware – die leistungsstarke Lösung für die Cloud

Server-Virtualisierung gehört heute zum digitalen Alltag vieler Firmen. Die Software dafür wird von verschiedenen Unternehmen sowohl in abgespeckten, kostenlosen Versionen als auch in Form kosten- und lizenzierungspflichtiger Pakete angeboten. Mit einem Marktanteil von ca. 75 Prozent konnte sich der US-amerikanische Anbieter VMware bisher als unangefochtener Marktführer behaupten. Allerdings hat auch Microsoft in den vergangenen Jahren mit seiner Virtualisierungssoftware Hyper-V eine ausbaufähige Position auf dem Virtualisierungsmarkt besetzt und holt inzwischen immer weiter auf.

VMware vSphere – seit Anfang 2015 als Edition 6.0

Seit Anfang 2015 ist das VMware Virtualisierungsprogramm vSphere in der Version 6.0 verfügbar. Die Verwender haben die Wahl zwischen drei verschiedenen Editionen (Standard, Enterprise, Enterprise Plus) mit unterschiedlichem Leistungsumfang. Lizenziert wird das Programm per CPU. Dieses Lizenzmodell bedeutet, dass jeder Prozessor eines Rechners lizenziert wird, auf dem die Software läuft – an diesen Computer können anschließend die Geräte von beliebig vielen anderen Usern angeschlossen werden. Optional erhalten die Lizenznehmer einen Zugang zum vCenter Standard Server. In der Enterprise Plus Version gibt es außerdem eine Option für den VMware OpenStack Support.

Weitere Auswahlmöglichkeiten gibt es im Hinblick auf den Erwerb der Edition 6.0 mit und ohne Operations Management. Die Programmversion inklusive Operations Management bietet erweiterte Funktionen im Hinblick auf Betriebs- und Performance-Transparenz, die analytische Kompetenz der Software sowie Konfigurations- und Compliance-Management.

Dezentral aufgestellte Organisationen können für ihre Dependancen die neuen Remote Office Branch Office Editions erwerben. Die Einsteigerversion von vSphere wird weiterhin kostenfrei angeboten – sie eignet sich als Testprogramm, reicht unter Umständen jedoch auch für die Virtualisierungsanforderungen kleinerer Unternehmen aus. Alternativ können kleine Organisationen zwei unterschiedlich ausgestattete Essentials Kits erwerben.

Neuer Wettbewerbsschub auf dem Virtualisierungsmarkt

Mit der Edition 6.0 hat sich der Anbieter sehr frühzeitig gegen den Wettbewerb in Position gebracht. Anfang 2016 dürfte auf dem Virtualisierungsmarkt ein weiterer Konkurrenzschub folgen. Microsoft hat für den Jahreswechsel die neue Windows Server Version 10 sowie die nächste Generation seiner Hyper-V-Plattform angekündigt. Spannend wird also werden, ob und in welchem Maße VMware die lange Vorlaufzeit seines Software-Upgrades hilft, seinen aktuellen Marktanteil zu halten. Ausgesprochen leistungsstark ist die VMware Virtualisierung auf jeden Fall.

Was ist Virtualisierung?

Virtualisierung ist eine Softwaretechnologie, die ermöglicht, unterschiedliche Anwendungen und Betriebssysteme auf einem gemeinsamen Server auszuführen. Entsprechende Plattformen und Software-Angebote sind dabei, die IT-Landschaft sowie die Nutzung digitaler Technologien grundlegend zu verändern. Die aktuellen x86-Server sind auf die Ausführung eines Betriebssystems sowie einer Anwendung ausgelegt – selbst die Rechenzentren kleiner Organisationen benötigen daher eine größere Zahl an Servern, deren Auslastung jedoch meist nicht mehr als 15 Prozent beträgt. Durch Virtualisierung wird stattdessen ein deutlich kostengünstigeres virtuelles Computersystem (virtuelle Maschine, VM) simuliert. Eine virtuelle Maschine kann auf jedem beliebigen physischen Server laufen, sie lässt sich wie eine herkömmliche Datei problemlos an einen anderen Ort kopieren und verschieben. Gleichzeitig ermöglicht Virtualisierung eine optimierte Ressourcensteuerung sowie Sicherheits- und Fehlerbehebungsroutinen in der Hardware-Dimension. Der IT-Aufwand und insbesondere die Hardware-Investitionen lassen sich durch Virtualisierung beträchtlich reduzieren.

VMware vSphere als effiziente Virtualisierungsplattform

Mit vSphere erwerben Firmenkunden eine effiziente und anspruchsvolle Virtualisierungslösung.
Die Architektur des Programms beruht auf dem Prinzip „One Cloud, Any Application, Any Device“ (eine Cloud, jede Anwendung, jedes Gerät) – die Plattform ist damit in der Lage, auch sehr ausgedehnte und komplexe IT-Strukturen virtuell zu integrieren. Durch die Software lassen sich Flexibilität, Agilität und Skalierbarkeit der IT in einem Unternehmen in hohem Maß erweitern. Workloads werden beschleunigt und natürlich auch Kosten eingespart. Zu Effekten der Virtualisierung gehören beispielsweise:

– Serverkonsolidierung
– Hohe Anwendungsverfügbarkeit
– Reduzierte Betriebskosten und Investitionen
– Produktivitätsgewinne/Reduktion von Ausfallzeiten
– Optimierte Ressourcenverfügbarkeit
– Zentrales Management
– Aufbau von Software-Defined Data Centern.

Die VMware Softwareplattform schließt alle Virtualisierungsebenen – Desktop, Server sowie komplette virtuelle Data Center – ein. Den Anforderungen verschiedener Unternehmen und Unternehmensgrößen kommt sie damit optimal entgegen.

Virtualisierung und vSphere Cloud Computing

Virtualisierung und Cloud Computing sind nicht identisch. Vielmehr schafft Virtualisierung die Voraussetzungen für das Ressourcenmanagement und die Arbeit in der Cloud. Von der Nutzung einer Cloud ist eine Servervirtualisierung völlig unabhängig – VMware bietet seinen Usern jedoch grundsätzlich beide Optionen an.

Cloud Computing sorgt für einen erheblichen Organisations-, Agilitäts- und Kostenvorteil, ist durch die IT-Abteilungen jedoch nicht immer leicht zu realisieren. Ein typisches Problem sind Gegensätze zwischen organisationsweiten Public Clouds und sogenannten proprietären Clouds einzelner Geschäftsbereiche – aufwändige Programmänderungen bei Zusammenführungen inklusive.

vSphere User, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt für eine Cloud-Option entscheiden, können sowohl neue als auch sogenannte Legacy-Anwendungen problemlos dorthin transferieren und müssen in diesem Bereich somit nicht mit Investitionsverlusten rechnen. Die vCloud Air basiert unmittelbar auf der Virtualisierungssoftware und ist in der Lage, sowohl lokale als auch externe IT-Umgebungen zu integrieren. Firmen können damit über ein Software-Defined Data Center „IT as a Service“ (ITaaS) an interne oder externe User liefern. Public, Hybrid oder Private Clouds stehen jeweils unterschiedlichen Nutzergruppen zur Verfügung, ohne dass das gemeinsame IT-Netzwerk sowie ein einheitliches Management- und Sicherheitsmodell deshalb aufgegeben werden müssen. Die vCloud selbst ist eine Hybrid Cloud, ein weltweites Netzwerk zertifizierter vCloud Partner stellt weitere Cloud-Computing-Leistungen zur Verfügung. Für die Transformation ihrer IT- und Anwendungsstrukturen zu einem komplett softwarebasierten Unternehmen genießen vCloud User natürlich umfassenden technologischen Support.

Welche Vorteile bietet Virtualisierung?

Das IT-Marktforschungsinstitut Gartner nennt zu den Perspektiven und wirtschaftlichen Auswirkungen von Virtualisierungen einige recht beeindruckende Zahlen: Demnach werden bereits im Jahr 2016 rund 80 Prozent aller Business Workloads im Rahmen virtualisierter IT-Prozesse vor sich gehen. Kleinere und mittlere Unternehmen liegen im Hinblick auf ihre Implementierung allerdings weit zurück. Der Virtualisierungsgrad umfasst hier lediglich 40 bis 53 Prozent der Workloads. Organisationen, die in absehbarer Zukunft den Sprung in eine virtualisierte IT-Struktur nicht schaffen, verschenken nicht nur bares Geld, sondern müssen auch mit Effizienzverlusten und daraus resultierenden Wettbewerbsnachteilen rechnen. Bis zum Jahr 2020 werden voraussichtlich etwa 98 Prozent der globalen IT-Investitionen in Virtualisierungslösungen fließen, eine virtuelle Maschine wird im Durchschnitt etwa 16 Server hosten. Gartner schätzt, dass sich für Unternehmen, die Virtualisierungstechnologien nutzen, ein Einsparefffekt von etwa 50 Prozent des gesamten IT-Aufwands ergibt. Hinzu kommen Produktivitätsgewinne, die sich auf 67 Prozent des Standes vor der Virtualisierung aufaddieren können. Außerdem schaffen die Firmen mit der Implementierung von Virtualisierungsplattformen eine wichtige Grundlage für ihre generelle Zukunftsfähigkeit.

Die Vorteile von Virtualisierungen mit vSphere wirken sich in verschiedenen Bereichen aus, hierzu gehören:

– Computing
– Betrieb und Management auf einer einheitlichen Plattform
– Plattformautomatisierung und Verfügbarkeit
– Cloud-API-Integration
– Sicherheit
– Storage
– Netzwerkkapazität.

Preisgestaltung und Service

Dem hohen Leistungsumfang der vSphere Virtualisierungsplattform stehen erschwingliche Investitionen gegenüber. Erworben werden kann VMware vSphere entweder als Edition (Einzelangebot für größere/spezielle IT-Umgebungen mit umfangreichen und komplexen Anforderungsprofilen) oder als Komplettpaket.

Die VMware Preisangaben beziehen sich jeweils nur auf die Lizenzierung der Virtualisierungssoftware. Support- und Wartungsverträge (SnS, Support und Subscription), Einzelfall-Support für das Essentials Kits sowie die sogenannte Production (24/7-Support für individuelle Produktionsumgebungen) müssen separat geordert werden.

Zum Lieferumfang jeder Edition und der Pakete gehören ein Hypervisor sowie alle grundlegenden Funktionen für Serverkonsolidierung, Datensicherheit, Ressourcen- und allgemeines IT-Management. Die Editionen müssen zusammen mit einer separat erhältlichen oder bereits vorhandenen vCenter Server Edition verwendet werden. Falls die Berechtigungen für bestimmte CPU-Kapazitäten sowie der inkludierte virtuelle Arbeitsspeicher überschritten werden, ist der Erwerb zusätzlicher Lizenzen nötig.

Die Bestellung einer Edition oder eines Komplettpaketes setzt den gleichzeitigen Abschluss eines Supportvertrages mit mindestens einjähriger Laufzeit voraus. Für die Editionen, die Remote Office Branch Office Lösungen sowie das Essentials Kit Plus kommen dafür die Varianten SnS Basic (mit Preisspannen zwischen USD 345,90 und USD 1.228,50) oder Production (mit Preisspannen zwischen USD 419,90 und USD 1.462,50) in Frage. Für das Essentials Kit gibt es neben dem obligatorischen Abonnements-Support zum Jahrespreis von USD 84,50 die fakultative Möglichkeit, einen SnS-Jahresvertrag auf Einzelfallbasis für USD 388,70 abzuschließen.

Für die vCenter Server Edition als Pflichtkomponente der aller Varianten der Virtualisierungsplattform werden Lizenzgebühren in Höhe von USD 6.493,– sowie mindestens eine SnS-Jahresgebühr in Höhe von USD 1.363,70 (Basic) oder 1.623,70 (Production) fällig.

vSphere Edition 6.0 Standard, Enterprise und Enterprise Plus – drei maßgeschneiderte Profile

Den IT-Abteilungen der Unternehmen stehen mit den drei Programmversionen der Edition 6.0 drei maßgeschneiderte Leistungsprofile zur Verfügung. In den weitaus meisten Bereichen bieten die Versionen Standard, Enterprise und Enterprise Plus identische Funktionalitäten. Dies betrifft beispielsweise die allgemeinen Produktkomponenten, die Kompatibilität zu einem zentralen Management, die Cloud-API-Integration sowie Business Continuity und Sicherheit. Unterschiede bestehen im Hinblick auf die Priorisierung von Ressourcen und die Möglichkeiten einer optimierten Anwendungsperformance. Hier punkten die Enterprise- und die Enterprise Plus-Version gegenüber der Standard-Edition 6.0 mit der Möglichkeit von Big Data Extensions. Enterprise Plus bietet unter anderem Unterstützung für Single Root I/0 Virtualization (SR-I0V) sowie zusätzliche Netzwerk-, Storage- und Grafik-Kapazitäten ein.

Lizenzpreise der Edition 6.0 pro Prozessor
– Standard: USD 1.293,50
– Enterprise: USD 3.737,50
– Enterprise Plus: USD 4.543,50

Remote Office-Lösungen für Unternehmens-Dependancen

Die Remote Office Branch Office Angebote gibt es in den Varianten „Standard“ und „Advanced“, die für eine Niederlassung jeweils maximal 25 virtuelle Maschinen umfassen. Unterschiede zwischen den Paketen betreffen die Bereiche Host Profiles, Auto Deploy und Distributed Switch. Die Fault Tolerance umfasst in der Standard-Version zwei CPUs, in der Advanced-Variante erstreckt sie sich auf vier Prozessoren.

Lizenzpreise pro Prozessor für die Remote-Office-Virtualisierung
– Standard: USD 3.900,–
– Advanced: USD 5.850,–

Essentials Kits und Essentials Kits Plus – die Virtualisierungslösung für kleine Unternehmen

Speziell für kleine Unternehmen wurden die Essentials und Essentials Plus Kits entwickelt. Lizenziert werden sie jeweils für drei Server mit bis zu zwei CPUs. Die Essentials Kits ermöglichen Servervirtualisierung und -konsolidierung auf Basis eines zentralen Managements, die Essentials Plus Kits basieren auf einer Business Continuity Funktion und bieten eine etwas komplexere Ausstattung mit erweiterten Funktionsbereichen.

Lizenzpreise für die Essentials Kits:
– Essentials: USD 643,50
– Essentials Plus: USD 4.495,00

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