Samstag , 19 August 2017
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MySQL

MySQL ist ein weltweit verbreitetes relationales Datenbanksystem und die wohl am häufigsten genutzte Anwendung in dieser Kategorie. Erhältlich ist die Software als kostenlose Open-Source-Version sowie als kommerzielle Version für verschiedene Betriebssysteme. Zahlreiche Webhosting-Anbieter bieten die Möglichkeit, MySQL als Teil ihrer Pakete zu integrieren. Zahlreiche dynamische Webauftritte nutzen die Software als Grundlage.

Die Geschichte und Entstehung von MySQL

Entwickelt wurde MySQL im Jahr 1994 vom schwedischen Unternehmen MySQL AB, diese wurde 2008 von Sun Microsystems übernommen. Seit dem Jahr 2010 gehören diese beiden Unternehmen zur kalifornischen Oracle Corporation. Der Name entstand aus dem Vornamen der Tochter von Michael Wildenius, einem der Firmengründer. Wildenius und Axmark starteten 1994 mit der Entwicklung des Datenbanksystems. Zunächst diente es als Clone für MySQL und sollte Datenbanken der Software UNIREG für Webanwendungen zur Verfügung stellen. Im Jahr 1995 fand ein interner Release statt, 1997 wurde die Anwendung unter der Version 3.1 veröffentlicht. Damit sollte signalisiert werden, dass der Kern von MySQL bereits eine lange Geschichte aufweisen kann. Bereits von Beginn an konnte die Software große Datenmengen verarbeiten und war auf ausgezeichnete Performance ausgelegt. Teilweise ging das auf Kosten der Verfügbarkeit und Stabilität. Zu Anfang war der Funktionsumfang beschränkt, nur wenige Tabellentypen und keinerlei Transaktionen waren möglich. Im Januar 2001 kam die Version 3.23 auf den Markt, welche Transaktionen ermöglichte und über zwei Tabellentypen verfügte. Im März 2003 folgte Version 4.0, Ende 2004 4.1 sowie im Oktober 2005 die Freigabe von MySQL 5.0, jeweils mit erweiterten Funktionen. Im November 2008 wurde Version 5.1 frei gegeben, 2012 folgte MySQL 5.6. 5.7 folgte im Oktober, der Release der Version 5.7.17 war Mitte Dezember 2016.

MySQL – die Grundlage vieler dynamischer Webseiten

Das relationale Datenbanksystem ist sowohl kostenlos als Open-Source-Version als auch für unterschiedliche Betriebssysteme in einer kommerziellen Variante erhältlich. MySQL besteht aus mehreren Verwaltungsprogrammen, einer Datenbank, Anwender-Schnittstellen sowie Bibliotheken. In Verbindung mit PHP und Apache bildet es die Basis vieler dynamischer Webseiten. Weltweit wurde es weltweit auf mehr als 50 Millionen Servern installiert. Google, Twitter, Facebook & Co. nutzen seine Architektur und betreiben eine Vielzahl an MySQL Servern. Lauffähig ist das System unter anderem unter Windows, Linux, Unix, Mac OSX, i5/Os, Open VMS, insgesamt sind es mehr als 20 Plattformen. Viele Anbieter von Webhosting bieten MySQL als Teil Ihrer Software-Pakete an. Ein offizielles Handbuch steht zur Verfügung, in zahlreichen Foren und User-Groups wird kostenloser Support angeboten. Oracle bietet für seine Enterprise-Edition Support-Lizenzen der verschiedenen Leistungsstufen an, allerdings gegen Gebühr. Häufig erfolgt eine Kombination mit anderen Software-Anwendungen oder -Umgebungen für das Hosting dynamischer Webseiten.

Die Merkmale von MySQL

Das Datenbanksystem wurde in den Programmiersprachen C und C++ geschrieben. Es verwendet Kernels, welche Multi-Threading möglich machen. Die Software kann also die Vorteile mehrerer CPUs verwenden, sofern diese vorhanden sind. Eine hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit sowie optimale Verwaltung des Speichers sind garantiert. Gleichzeitig können Sie auf einem MySQL-Server mehrere Datenbanken erstellen und verwalten. Je nach Betriebssystem variiert die Zahl der verwendeten Tabellen. Die Software macht den Zugriff auf Datensätze möglich, ebenso das Löschen, Ändern oder Hinzufügen. Einzelne Datenbanken lassen sich partitionieren, so kann die Arbeitsgeschwindigkeit verbessert werden. Content Management Systeme können MySQL als zuverlässige und leistungsfähige Datenbank nutzen (z.B. WordPress, TYPO3, Drupal oder Joomla).

Die Vorteile von MySQL

MySQL speichert, verwaltet, zeigt und ändert die Daten in Tabellen, gleichzeitig funktioniert es als Client-Server. Dies bedeutet, dass die jeweilige Datenbank als Server fungiert. Das Datenbanksysten arbeitet schnell, benutzerfreundlich und stabil. Ein Vorteil ist auch seine Multithread- und Multi-User-Fähigkeit, leichte Berechtigungs-Verwaltung sowie optimale Performance. Weiterhin ist es aufgrund seiner Kompatibiliät mit mehr als zwanzig unterschiedlichen Plattformen sehr flexibel.

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