Freitag , 23 Juni 2017
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Homepage erstellen – worauf kommt es an?

Möchten Sie eine Homepage so erstellen, dass sie Ihnen und Ihren Besuchern wirklich gefällt? Wissen Sie schon alles über die rechtlichen Aspekte einer Webseite, damit Sie nicht in die Abmahnfalle tappen?

Wie Sie Ihre private oder geschäftliche Webseite erfolgreich launchen, welche minimalen Anforderungen Ihre Seite erfüllen muss, stellen wir Ihnen vor.

Herausforderung Homepage – Anschluss nicht verpassen

Täglich wächst das Internet um unzählige neue Webseiten. Nach Angaben aus Großbritannien waren 2014 etwa eine Milliarde Homepages online. Dazu eine Vergleichszahl: 1995 waren es nur etwa 18.000 Seiten.

Kaum noch ein Unternehmen verzichtet auf seinen Web-Auftritt, denn kein anderes Kommunikationsmedium bietet einen größeren Resonanzraum. Webseitenerstellung und Webdesign schaffen neue Arbeitsplätze, verändern das Marketing. Onlinemarketing ist näher an der umworbenen Zielgruppe als jedes Printprodukt.

Nicht minder stark buhlen private Homepages um die Netzgemeinde. Motto- und Eventangebote, Öffentlichkeitsarbeit für den Verein und privater Informationsaustausch, alles läuft über die Homepage und soziale Netzwerke.

Homepageaufbau – Basisanforderungen an seriöse Webseiten

Jede seriöse Webseite muss zwei wichtige Basisanforderungen erfüllen:

Die erste Basisanforderung lässt sich viel einfacher definieren, als umsetzen. Eine Homepage wird erst zur gelungenen Internetpräsenz, wenn sie die angesprochene Zielgruppe begeistert. Eine Seite, der es gelingt ihre Nutzer zu faszinieren, kann jeden erreichen. Sie sichert sich die menschliche Anerkennung über Abonnenten und durch manuelle Verzweigung zu den sozialen Netzwerken.

– Aber nicht nur Abonnenten und die Nutzer von Google +, Facebook und Co. zollen durch steigende Besucherzahlen Respekt. Suchmaschinen, allen voran Google, erkennen den Wert der „trendigen“ Homepage durch ihre Analyse. Google spiegelt die Qualität und Beliebtheit einer Homepage in seinem Ranking.

Die zweite grundlegende Anforderung an jede Homepage bezieht sich auf rechtliche Aspekte. Das Internet ist kein „rechtsfreier Raum“. Nationales Recht und internationale Vereinbarungen setzen den Rechtsrahmen, an dem sich jede Seite messen lassen muss.

Leitsatz:

Im Vordergrund aller erfolgreichen Webseiten stehen immer die Zufriedenheit des Besuchers und die Rechtssicherheit der Veröffentlichungen. Kommerzieller Erfolg ist nur eine automatische Folge solider Administrationsarbeit.

Übersicht – systematisch die Homepage erstellen

Beste Chancen eine herausragende Homepage zu erstellen haben nicht etwa spezialisierte Programmierer, sondern Insider der Zielgruppe. Solide Ideenfindung für die eigene Homepage beginnt mit den Fragen:

– Welches Thema liegt mir so am Herzen, dass ich mit Expertenkenntnissen glänzen kann?
– Was erwarte ich selbst als Besucher einer Webseite zu meinem Thema?

Schematisch teilt sich jede solide Homepageerstellung in:

– Homepageplanung
– Umsetzung
– Erfolgskontrolle

Planungsübersicht:

– Thematische Festlegung (Angebots- und Zielgruppendefinition)
– Definition der Hilfsmittel (Hoster, Programmierung, Baukasten, Contentmanagement)
– Layout und Konzept (logische Verzweigung der Seite, mobile Nutzbarkeit)
– Rechtliche Vorgaben (beispielsweise BGB, BDSG, MDStV, UrhG, …)
– Inhaltliche Angebote (Textcontent, Videos, Bilder, Shop, …)
– Timetable (zeitliche Planung der Einzelschritte)

Umsetzung – erste Schritte

Webseitengestaltung beginnt mit der Domainfindung. Beste Voraussetzungen, um eine zukunftsorientierte Seite aufzubauen, bieten First-Level-Domains, deren Name bereits „das Programm“ thematisiert. Aus Sicht des Users sollte der Domainname einprägsam sein und eindeutig einem Thema zuzuordnen. Aus Sicht der SEO (Suchmaschinen-Optimierung) ist die Wahl einer First-Level-Domain das erste der etwa 200 Qualitätsmerkmale zur Optimierung des Rankings.

Den einfachen Zugang zum Domainmarkt bietet das Rechenzentrum. Über den Hoster lässt sich der gewünschte (noch freie) Domainname einfach registrieren. Es gilt grundsätzlich das Prinzip – wer zuerst kommt, erhält den Domainnamen. Anschließend wird die Domain automatisch zum Portfolio des Domaininhabers zugeordnet. Rechtlich übernimmt der Admin von diesem Augenblick an die volle Verantwortung, was auf der Seite geschieht.

Tipp zur Registrierung:

Ungeprüft bleiben bei der Domain-Vergabe die Vorzugsrechte Dritter. (Beispiel: Schutz einer Marke, eines Produktnamens oder einer Wortmarke).

Homepageaufbau – Grundlagen schaffen

Als zunächst wichtigste Seite einer selbst programmierten Homepage dient das Baustellenschild. Es informiert nur darüber, dass eine neue Homepage entsteht und zur rechtlichen Absicherung, wer für die Seite verantwortlich sein wird. Selbst in HTML und PHP geschriebene Webseiten werden für Besucher sinnvollerweise erst sichtbar, wenn das Grundgerüst steht.

Soll eine Contentmanagement-Software (beispielsweise WordPress) die Steuerung der Homepage übernehmen, sorgt die Software automatisch die Grundstrukturierung der Seite. Das Baustellenschild entfällt.

Zentrale Landezone (Landingzone) – Startseite

Zentrale Landezone für alle Webseitenbesucher ist immer die Startseite. (Meist mit Home bezeichnet). Sie bietet dem Besucher einen informativen Überblick, was ihn bei seinem Seitenbesuch erwartet. Von der Startseite ausgehend erfolgt außerdem die wichtigste Unterverzweigung.

Informationen suchen Besucher in Unterseiten für Produkte und Dienstleistungen. Mehr über die Seitenbetreiber erfahren Besucher auf der Unterseite „Wir über uns“ und durch Referenzen. Die Kontaktaufnahme zum Admin erwartet nahezu jeder Besucher über das Schlagwort „Kontakt“ oder über das Impressum. Ein Impressum ist rechtlich verbindlich für alle Administratoren mit Sitz in Deutschland vorgeschrieben.

Impressum – Minimalanforderung an jede Homepage

Der häufigste Grund, eine unschöne (teure) Abmahnung zu kassieren, ist das fehlende oder unvollständige Impressum. Impressumspflicht herrscht für alle Webseiten, unabhängig von der Ausrichtung auf einen bestimmten Zweck. Als einfachste Möglichkeit ein rechtssicheres Impressum zu erstellen, gelten Impressums-Generatoren.

Bietet der Webhoster ein solches Tool an, darf davon ausgegangen werden, dass die Software alle aktuellen Anforderungen berücksichtigt und bei Veränderungen angepasst wird.

Wird der Generator im Netz gesucht, stellen verschiedene Anwälte den Service eines kostenfreien Generators online. – Ob das Programm allerdings regelmäßig aktualisiert wird oder nur einem veralteten Rechtsstand entspricht, lässt sich schwer einschätzen. Ratsam ist in diesem Fall der Blick auf das Impressum bekannter Webseiten. – Auch, wenn kopieren sonst nicht erlaubt ist, Verweise auf Gesetze oder Google-Analystic fallen nicht unter den Schutz des Urheberrechtes.

Layout und Inhalt – Homepage individuell gestalten

Weitere handwerkliche Instrumente zum Homepageaufbau bieten das Layout, die Farbgebung, Funktionen und die Seitensteuerung. Das Layout orientiert sich farblich und funktional an der Zielgruppe.

Generell gilt:

Eine junge Zielgruppe mag es gern etwas schriller und mit unzähligen Funktionen. Ältere Besucher schätzen dezente, aber kontrastreiche Farbgebung und den zentralen Blick auf wesentliche Bedienelemente.

Von keinem Admin wird erwartet, dass er mit seiner Homepage „das Rad neu erfindet“. Sich inspirieren zu lassen, ist selbstverständlich erlaubt und sogar angebracht. Anregungen für die eigene zielgruppengerechte Gestaltung geben trendige Seiten der aktuellen Marktführer. Sie prägen mit ihrem Erscheinungsbild das unterbewusste Empfinden, was die Zielgruppe von einer guten Seite erwartet.

Zur Inspiration besonders zu beachten:

Wo werden die zentralen Bedienungselemente angeordnet, welchen Farb- und Medienmix bieten die Wettbewerbsseiten.

– Aber Vorsicht, Anregungen sammeln heißt nicht, das Layout oder gar den Content zu kopieren.

Homepagedesign – Individualisierung der Seite

Ansprechendes Homepagedesign beschränkt sich nicht auf Funktionalität. Vor der Individualisierung des Web-Auftritts fürchtet sich jeder Admin. Profis wissen, wie viel Arbeit eine rechtssichere Individualisierung mit sich bringt. Neueinsteiger befürchten vor allem Probleme mit der softwareseitigen Umsetzung und Rechtssicherheit des Contentangebotes.

Um es für Neueinsteiger vorwegzunehmen:

Für alles gibt es eine einfach zu bedienende Softwarelösung, nur an der Zeitschraube kann nicht unendlich gedreht werden. Jeder solide Aufbau der Homepage kostet immer mehr Zeit, als erwartet oder gar wünschenswert ist. Viel Herzblut wird fließen, bis die erste Version einer soliden Seite steht.

Homepage beleben – rechtssicher arbeiten

Unter dem Begriff Content fassen sich Texte, Bilder, Logos und selbstverständlich Animationen sowie Videos zusammen. Einzigartiger Content sichert die Seite gegenüber dem eventuellen Copyright Dritter und verbessert zugleich die SEO. Trotzdem kann nicht jeder Admin, der gern ein schönes Logo auf der Seite einbringen möchte, gleichzeitig als begnadeter Designer glänzen.

Content muss nicht immer an einen bestimmten Eigentümer des geistigen Rechtes gebunden sein. Viele Künstler bieten Ihre Werke unter der Creative Commons (CC) Lizenz an. Grafiken, Musik oder Filme mit dieser Lizenz werden wie Allgemeingut behandelt. Jeder darf sie für seine Homepage nutzen und oft sogar modifizieren. Beachten muss der Admin nur, was genau die CC-Lizenz für die Contentverwendung jeweils vorschreibt.

Bei Musik, Bildern und Filmen fällt es Administratoren recht leicht, sich aus dem unendlichen Fundus der CC-Lizenzen zu bedienen. Schwieriger wird die Aufgabenstellung bei geschriebenem Content. In diesem Fall heißt es entweder selbst zum Autor werden – das kostet Zeit, aber kein Geld – oder Unique Text-Content kaufen.

Homepage erstellen – das Wichtigste in einem Satz

Solide Homepage-Erstellung fokussiert sich immer auf die Wünsche der Besucher, ohne dabei geltendes Recht zu missachten.

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