Montag , 29 Mai 2017
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Die Möglichkeiten zur Erstellung einer Homepage

Eine eigene Homepage, egal, ob privat oder geschäftlich, gehört heutzutage einfach dazu. Die Wege bis zur Website sind dabei so verschieden wie die Internetpräsentationen selbst. Gerade Neulinge im Onlinedschungel stehen vor dem Problem, sich für eine geeignete Möglichkeit zu entscheiden. Zur Auswahl stehen die Do-it-yourself-Methoden HTML-Editor, Homepage-Baukasten und Content-Management-System sowie professionelle Webdesigner. Jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile und kann projektabhängig die richtige sein.

Für Selbermacher – Homepage-Erstellung für Einsteiger und Profis

Im Baukastenprinzip zum Erfolg

Die eigene Homepage zu erstellen, ist sowohl ein kreativer als auch ein technischer Prozess. Denn neben dem eigentlichen Inhalt kommt es auch auf das Layout und eine benutzerfreundliche Gestaltung an. Laien, Fortgeschrittene und Profis bewerkstelligen diesen komplexen Prozess gern mit Homepage-Baukästen, die einen unkomplizierten, kostenlosen Einstieg in die Websitegestaltung erlauben. Dann wird die Website aber durch Werbeeinblendungen finanziert oder es müssen gegen ein meist monatliches Entgelt erweiterte Premium- oder Zusatzleistungen gebucht werden. Nach der Registrierung und von jedem Internetanschluss der Welt aus können Sie im Browser sofort online loslegen, da Sie keine Software auf Ihrem Computer installieren müssen. Das Layout wählen Sie aus einer mehr oder weniger umfangreichen Auswahl. Das grenzt natürlich die individuelle Ausgestaltung ein, denn die Wahrscheinlichkeit, dass andere Websites das gleiche Layout besitzen, ist hoch. Homepage-Baukästen sind daher nicht zu empfehlen, wenn Sie Wert darauf legen, Ihr Corporate Design umzusetzen oder sich durch andere Alleinstellungsmerkmale von Ihrer Konkurrenz abzuheben.

Die Inhalte, wie Texte, Bilder, Grafiken, Tabellen oder Multimediaelemente, werden im Editor eingefügt und gepflegt, Anleitungen erleichtern den Einstieg. Hierbei unterscheiden sich die einzelnen Anbieter. Bei einigen ziehen Sie die Inhalte per Drag and Drop an die gewünschte Stelle, bei anderen erfolgt das über entsprechende Arbeitsoberflächen. Oft ähneln die Editoren einem WYSIWYG-Editor, bei dem die Inhalte so dargestellt werden, wie diese auf der späteren veröffentlichten Website zu sehen sein werden.

Ein weiterer Vorteil von Homepage-Baukästen ist, dass Hosting und Webspace inklusive sind. Häufig kann auch eine Top-Level-Domain oder zusätzlicher Speicherplatz erworben werden. Eine umständliche Übertragung auf den Webserver entfällt damit. Leider sind bei Homepage-Baukästen schnell die Grenzen bei der Gestaltung, beim Wachstum und bei hohem Besucheraufkommen erreicht, wenngleich es mittlerweile Anbieter gibt, die auch Shopsysteme, Foren, eine Anbindung an soziale Netzwerke oder eine Ausgabe für Mobilgeräte, aber meist nur eingeschränkte Datenbanken, Suchfunktionen und Suchmaschinenoptimierungen ermöglichen.

Für jede Homepage ist zudem das Thema Sicherheit äußerst wichtig, was sich bei einem Homepage-Baukasten auf ein Minimum beschränkt, denn der Anbieter installiert Sicherheits- und Softwareupdates. Bei Fragen und Problemen stehen E-Mail-Supporte, Live-Chats, Foren oder Mailinglisten zur Verfügung. Ein nicht zu verachtender Kritikpunkt an Homepage-Baukästen ist, dass, sollte der Anbieter seinen Dienst einstellen, auch Ihre Website vom Netz geht. Mit dem Homepage-Baukasten starten also am besten Privatpersonen, Kleinunternehmer oder Vereine ihre ersten Schritte im Internet.

Dynamische Websites hoch im Kurs

Wenn Sie nun doch gleich lieber eine aussagekräftigere Homepage erstellen wollen, aber Ihnen die nötigen Programmierkenntnisse fehlen, ist ein Content-Management-System (CMS) empfehlenswert. Steigende Nutzerzahlen verdeutlichen einen anhaltenden Trend, denn immer mehr Websitebesitzer entscheiden sich für ein Content-Management-System und damit für eine dynamische Website. Der Einstieg ist auch hier für Anfänger ganz ohne Vorkenntnisse möglich, die Einarbeitung kann aber etwas Zeit in Anspruch nehmen. Wollen Sie einen professionellen Internetauftritt, sind zumindest Grundkenntnisse in HTML, PHP und MySQL von Vorteil. Denn, um Ihre Homepage auf dem Server des Webhosters zu installieren, müssen Sie zuvor eine Datenbank einrichten. Das stellt an das Hosting erhöhte Anforderungen, da eine CMS-Website mehr Webspace auf einen datenbankfähigen Server benötigt.

Ähnlich wie beim Homepage-Baukasten gibt es bei Content-Management-Systemen fertige Layouts (hier Templates genannt) und unterschiedliche Varianten zur Strukturierung. Frei gestaltete Templates entsprechend Ihrem Corporate Design sind ebenfalls möglich. Kostenlose und -pflichtige Erweiterungen vergrößern den Gestaltungsspielraum und die Interaktivität Ihrer Website. Mit Content-Management-Systemen lassen sich Webprojekte jeder Größenordnung und Art realisieren, Designänderungen innerhalb kürzester Zeit vornehmen. Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal ist die strikte Trennung von Template und Inhalt, diese werden erst im Browser des Websitebesuchers dynamisch zusammengeführt. Daneben erlauben Content-Management-Systeme eine Rechteverteilung, sodass mehrere Redakteure zeitgleich Zugriff auf bestimmte Bereiche haben und Inhalte ändern können.

Bei server- und clientseitigen Content-Management-Systemen haben Sie die Wahl zwischen kostenlosen Open-Source-Lizenzen mit frei zugänglichem Quellcode und kostenpflichtigen Lizenzen mit nicht einsehbarem Quellcode. Open-Source-Lizenzen sind weitverbreitet und optimiert, bieten aber nur begrenzten Support. Softwareanpassungen werden verspätet oder gar nicht vorgenommen, was vom Interesse und Engagement des Entwicklers abhängt. Kostenpflichtige Lizenzen sind zukunftssicherer, da diese einer ständigen Weiterentwicklung und Anpassung unterliegen. Serverseitige Content-Management-Systeme, die beim Webhoster gespeichert sind, sind für kleine bis große Websites geeignet. Aktualisierungen können von jedem internetfähigen Gerät aus und von mehreren Nutzern gleichzeitig erfolgen. Clientseitige Content-Management-Systeme hingegen sind auf einen eigens dafür vorgesehenen Computer gespeichert und nur von diesem aus kann die Website, insbesondere mit großen Datenmengen oder Medienangebot, bearbeitet und mittels FTP an den Webhoster übermittelt werden. Clientseitige Content-Management-Systeme kommen ohne PHP aus. PHP ist nämlich genauso wie die dynamischen Funktionen und Datenbankinhalte anfällig für Angriffe.

Von Grund auf selbst gestaltet

Wenn Sie eine Website von Grund auf selbst gestalten wollen, ist nach wie vor die Programmierung mit einem kostenlosen oder -pflichtigen HTML-Editor die beste Möglichkeit. Allerdings ist eine zeitintensive Einarbeitung und Aneignung von HTML-, XML-, CSS-, PHP-, MySQL- und anderen Kenntnissen erforderlich. Auch die Erstellung der statischen Homepage selbst, die viel weniger Webspace benötigt und sicherer gegenüber Angriffen ist, ist ein enormer Zeitfaktor. Dafür haben Sie hierbei vollkommene Gestaltungsfreiheit. Zwar lässt sich der Quellcode mit jedem Texteditor schreiben, aber ein HTML-Editor macht den Programmierprozess etwas komfortabler. So unterstützen Sie einige HTML-Editoren bei der Codegenerierung, wie Codevervollständigung, farbige Hervorhebung oder Fehlererkennung und besitzen eine Vorschau- oder FTP-Export-Funktion. Nachteilig ist, dass Sie jede Seite einzeln schreiben müssen und umfangreiche Webprojekte sich so nur schwer realisieren und pflegen lassen. Rechtschreibfehler und fehlerhafte Codes können zu Darstellungsfehlern führen.

Für Arbeitsteiler – Homepage-Erstellung durch eine Webdesign-Agentur

Gerade, wenn Sie ein erfolgreiches Onlinebusiness betreiben wollen, die Homepage Ihr Ansehen steigern soll und Sie sich auf das Tagesgeschäft konzentrieren wollen, ist professionelle Unterstützung ratsam. Denn eine Webdesign-Agentur ist ein kreativer und erfahrener Spezialist für das Internet und weiß über die aktuellen Entwicklungen im Internet Bescheid. Das ist beispielsweise bei der Suchmaschinenoptimierung der Website selbst und der Inhalte wichtig und kommt auch bei der Wahl der optimalen Technik zugute. Webdesigner liefern einmalige Internetpräsenzen, die Kunden anziehen und Ihnen zum Erfolg verhelfen. Bei der Beauftragung einer Webdesign-Agentur sollten Sie sich mit Ihrem Fachwissen einbringen, denn Sie kennen Ihre Produkte, Leistungen und Ihre Kunden am besten. Webdesign-Agenturen sind im ersten Moment von allen Möglichkeiten die kostenintensivste und auch bei Änderungen und Erweiterungen entstehen Folgekosten, sparen Ihnen aber viel Zeit. Bei einer individuell erstellten Homepage kommen das Urheberrecht und das Produkthaftungsgesetz zum Tragen, weshalb Sie in einem Werkvertrag die Rechte, Pflichten und andere Punkte regeln sollten.

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